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Trabantenhelmbarte, Sachsen, um 1580
Trabantenhelmbarte, Sachsen, um 1580
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Trabantenhelmbarte, Sachsen, um 1580
Trabantenhelmbarte, Sachsen, um 1580
Trabantenhelmbarte, Sachsen, um 1580
Trabantenhelmbarte, Sachsen, um 1580 Trabantenhelmbarte, Sachsen, um 1580 Trabantenhelmbarte, Sachsen, um 1580 Trabantenhelmbarte, Sachsen, um 1580 Trabantenhelmbarte, Sachsen, um 1580 Trabantenhelmbarte, Sachsen, um 1580

Eine Prunkhelmbarte der Trabantenleibgarde von Kurfürst August, circa 1580.

Gesamtlänge: 211 cm.
Länge der Klinge ohne Schaftfedern: 75,5 cm.
Maximale Breite: 32,5 cm.

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Die Hellebarde verfügt über eine lange Stoßklinge von diamantförmigem Querschnitt, deren Silhouette in Richtung der Basis zweifach in kleinere Zacken wellenförmig ausschwingt. Das Beil verjüngt sich nach einer Seite, um in einem Dorn zu enden, der in diesem Bereich durch einen Mittelgrat des Axtblattes zusätzlich verstärkt wird. Mit Hilfe dieses Merkmals konnte auch ein Harnisch durchdrungen werden, wenn die Energie eines Hiebes sich in diesem Punkt konzentrierte. Der Dorn diente auch dazu, einen Gegner aus dem Sattel zu ziehen.

Auf dieser Seite des Beils sind zu dekorativen Zwecken kleine Haken ausgeschmiedet, die wie Wellen aus dem Rand hervortreten, zwei an der Unterseite, einer an der oberen. Dabei sparen sie fast einen vollständigen Kreis aus. Auf der gegenüberliegenden Seite des Blattes schwingen die Ränder von der Basis her in vergleichbarer Art aus und verbreitern die Axt in vertikaler Ausdehnung, um wiederum in ornamentalen Haken zu enden, die diesen Abschnitt vom gerade verlaufenden Rand hin zu den beiden äußeren Spitzen, absetzen. Die Schneide zwischen diesen verläuft in konkaver Weise.

Die Tülle ist von quadratischem Querschnitt und weist dekorative Wülste auf. Sie ist in vier Schaftfedern ausgeschmiedet, die dazu dienen, die Klinge fest am Holz mit Hilfe von Nägeln zu befestigen, deren Kopf mit Messing überzogen und feuervergoldet ist. Der originale Schaft ist von oktogonalem Querschnitt.

Beil, Tülle, Schaftfedern sowie der untere Bereich der Stoßklinge sind sehr reich mit geätztem Rankwerk und Bändern versehen. Diese wurden durch die sog. Hochätzung hervorgehoben, indem der Hintergrund der Ornamente vertieft und danach mit Schwarzlot behandelt wurde. Im Zentrum des Beils wurden das kursächsische und das herzoglich sächsische Wappen abgebildet. Beide Darstellungen sind geätzt und feuervergoldet, was für ein zeremonielles Ereignis als Anlaß für die Manufaktur dieses Hellebardentyps spricht und für dessen Verwendung im unmittelbaren Umfeld des Regenten. mehr

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